Mit dem Auto unterwegs:
Das gut ausgebaute Straßennetz mit mautfreien Autobahnen und Tausenden von pittoresken
Landstraßen wird gut unterhalten
Erforderliche Papiere: Gültiger Führerschein Kraftfahrzeugschein Green Card oder
vergleichbare Versicherungsunterlagen (wird empfohlen) Geschwindigkeitsbegrenzungen (alle
Straßen sind entsprechend beschildert): Autobahnen: 110 km/h. Auf zweispurigen Straßen
und den meisten anderen Straßen sind in der Regel 90 km/h vorgeschrieben. Übrige
Straßen in besiedelten Gegenden: 70 km/h. Im Stadtverkehr: 50 km/h. Auto mit Wohnwagen
(mit Bremsen) 80 km/h.
Warndreiecke sind vorgeschrieben. Sie werden bei Bedarf 50-100 Meter hinter dem Fahrzeug
aufgestellt.
Mit Spikes darf man vom 1. Oktober bis 30. April fahren (bzw. so lange, wie die
Straßen verschneit oder vereist sind). Für Fahrzeuge mit schwedischem Kennzeichen sind
Spikes vom 1. Dezember bis 31. März vorgeschrieben. Wer mit Spikes oder Winterreifen
fährt, muss sie auf alle vier Räder aufgezogen haben. Für Fahrzeuge mit ausländischem
Nummernschild sind keine Winterreifen vorgeschrieben.
Bei akuten Autoreparaturen kann man den Alarmdienst (larmtjänst") unter
Tel. 020 910040 anrufen.
Benzin:
An Tankstellen kann man 95 und 98 Oktan bleifreies Benzin und Diesel tanken. Kreditkarten
von größeren Banken werden im Prinzip überall akzeptiert. An Tankstellen mit
Selbstbedienung (sedel") kann man im Geldscheinautomat mit 20-, 50- oder
100-Kronen-Scheinen zahlen (kein Diesel).
Fahrrad fahren:
Verkehrsbestimmungen Im Großen und Ganzen gelten für Fahrradfahrer in Schweden die
gleichen Regeln wie im übrigen Europa. Tagsüber, wenn es hell ist, braucht man z. B.
nicht mit Licht zu fahren. Da die größeren Europastraßen stark befahren sind, sind zum
Fahrrad fahren kleinere Straßen vorzuziehen. Fahrräder kann man oft bei der lokalen
Touristeninformation oder in Sportgeschäften für etwa 70 SEK am Tag leihen.
Elektrizität:
Die Netzspannung beträgt in Schweden 220 Volt Wechselstrom. Wenn Sie elektrische Geräte
(Haarfön etc.) aus anderen Ländern dabei haben, benötigen Sie einen Adapter für die in
Schweden üblichen Standardsteckdosen mit zwei Stiften.
Entfernungen
Die Entfernungen zwischen den Ortschaften sind oft groß, insbesondere in Nordschweden.
Die Schweden sprechen gerne von mil"; gemeint ist damit eine Strecke von 10 km.
Essen
In Schweden bieten Restaurants und Cafeterias zur Mittagszeit oft ein Tagesgericht
(dagens rätt") an, das in der Regel preiswert ist und außerdem Getränk,
Salat und Kaffee enthält. Je nach Art Restaurant und Gericht kostet ein dagens
rätt" zwischen 50 und 200 Kronen.
Geld
Schweden nimmt bisher nicht an der europpäischen Währungsunion teil und hat daher eine
eigene Währung: die schwedischen Kronen, Bezeichnung SEK" oder kr".
Eine Krone sind 100 Öre. Es gibt folgende Geldscheine: 20, 50, 100, 500, 1.000 und 10.000
Kronen. Münzen: 50 Öre, 1 Krone, 5 und 10 Kronen. Es gibt keine Einfuhrgrenzen für
schwedische oder ausländische Währung. In schwedischen Geschäften wird offiziell noch
nicht mit Euro bezahlt, manche akzeptieren aber Euro, wobei Sie auf den Kurs achten
sollten. Im September 2003 soll eine Volksabstimmung über den Euro stattfinden. Sie
können Ihr Geld in einer der FOREX-Wechselstuben in Göteborg, Helsingborg, Linköping,
Luleå, Lund, Malmö, Norrköping, Nyköping, Örebro, Stockholm, Trelleborg, Umeå,
Uppsala, Västerås und Ystad. FOREX-Wechselstuben gibt es auf großen Flughäfen wie
Arlanda (Stockholm), Skavsta (Stockholm), Landvetter (Göteborg) und Sturup (Malmö), in
den Fährterminals in Helsingborg und Ystad sowie in den größeren Hauptbahnhöfen. Die
FOREX-Wechselstuben mit ihrem deutlichen gelben Schild sind montags bis freitags
normalerweise von 8 bis 19 Uhr geöffnet; an Wochenenden gelten kürzere Öffnungszeiten.
Auf den meisten größeren Bahnhöfen und Flughäfen sind die Wechselstuben länger
geöffnet.
Apotheken
Apotheken sind in der Regel von montags bis freitags von 9-18 Uhr und samstags von
10-14 Uhr geöffnet. Rezeptpflichtige und rezeptfreie Arzneimittel bekommt man in Schweden
ausschließlich in Apotheken.
Ärztliche Versorgung
Innerhalb aller EU-Länder gilt eine spezielle Vereinbarung, die allen EU-Bürgern die
gleiche Behandlung wie den Schweden garantiert. Am besten nimmt man das Formular E111 mit,
das es bei der Krankenkasse gibt. Weil Arztbesuche gebührenpflichtig sind, empfiehlt sich
eine Auslandsversicherung, die diese Kosten deckt. Da die Schweiz nicht Mitglied der EU
ist, besteht keine Vereinbarung zwischen der Schweiz und Schweden.
Notruf
Unter der Telefonnummer 112 erreichen Sie im Notfall Polizei, Feuerwehr und Ambulanz. Von
Telefonzellen aus sind Notrufe gebührenfrei.
Banken
Währung: Schwedische Kronen, Bezeichnung SEK" oder kr". Eine Krone
sind 100 Öre. Es gibt folgende Geldscheine: 20, 50, 100, 500, 1.000 und 10.000 Kronen. In
schwedischen Geschäften wird offiziell noch nicht mit Euro bezahlt, manche akzeptieren
aber Euro, wobei Sie auf den Kurs achten sollten. Münzen: 50 Öre, 1 Krone, 5 und 10
Kronen. Es gibt keine Einfuhrgrenzen für schwedische oder ausländische Währung.
Bezahl-/Kreditkarten: Von großen Banken ausgestellte Kreditkarten werden fast überall in
Schweden akzeptiert. Mit Ihrer EC-Karte samt PIN-Nummer können Sie an 2.400 Geldautomaten
Geld abheben. Reiseschecks: Werden im Prinzip überall entgegengenommen. Beachten Sie
bitte, dass Euroschecks nicht mehr angenommen werden. Öffnungszeiten der Banken: Montags
freitags von 9.30 bis 15 Uhr und donnerstags bis 17.30 Uhr. An manchen Orten sind
die Banken täglich bis 17.30 Uhr geöffnet. An Wochenenden und Feiertagen sind alle
Banken geschlossen. Banken auf Flughäfen, in Häfen und Bahnhöfen sind gewöhnlich
länger geöffnet. Auf den meisten Postämtern kann man ebenfalls Geld wechseln.
Klima
Klima: Dem Golfstrom verdankt Schweden ein relativ mildes Klima, das mit dem Wetter in
Norddeutschland vergleichbar ist, nur dass es trockener ist. In Schweden regnet es
seltener, im Sommer scheint die Sonne häufiger und es kann sehr warm werden. Herbst- und
Wintertemperaturen unterscheiden sich stark von Landesteil zu Landesteil. In Nordschweden
kann es zwar sehr kalt werden, die Kälte ist jedoch trocken und wird damit nicht als
unangenehm empfunden.
Kleidung: Im Sommer muss man sich auf Regenschauer gefasst machen, im Winter braucht man
warme Outdoor-Bekleidung, dicke Pullover und kräftige Schuhe.
Shopping
Ladenöffnungszeiten: In der Regel wochentags von 9 bis 18 Uhr und samstags bis 13 oder 16
Uhr. In den größeren Städten haben die Kaufhäuser bis 20 oder 22 Uhr geöffnet und
manche auch sonntags zwischen 12 und 16 Uhr. Am Tag vor einem Feiertag machen die
Geschäfte meist früher zu.
Tipp für Schnäppchenjäger: Ausverkäufe oder Sonderpreise erkennt man an Schildern mit
dem Text REA" oder Extrapris" sowie an roten Preisschildern, die
mindestens 10% Rabatt bedeuten. Auch das Wort Fynd" weist auf Sonderangebote
hin.
Günstig einkaufen: Hochqualitatives Glas und Kristall kann man in ganz Schweden kaufen.
Wer an 2.-Wahl-Artikeln interessiert ist, sollte sich in den Shops im Anschluss an die
renommierten småländischen Glashütten umsehen, z. B. Orrefors und Kosta Boda.
Keramik kann man günstig bei Nya Höganäs-Keramik in Höganäs (Skåne) erstehen, wo die
Artikel bis zu 40% unter dem Normalpreis angeboten werden. Kunsthandwerk: Überall in ganz
Schweden, auch im kleinsten Dorf, gibt es Kunsthandwerksläden mit traditionell
schwedischem Kunsthandwerk wie Strickwaren, bestickten und geschnitzten Gegenständen.
Märkte: In Schweden werden das ganze Jahr über viele traditionelle Märkte abgehalten,
die zum Teil Tausende von Besuchern anziehen. Fragen Sie bei der Touristeninformation vor
Ort nach Märkten, deren Besuch sich lohnt.
Systembolaget
Stärkere alkoholhaltige Getränke werden im Systembolaget (staatliche Verkaufsstellen mit
Monopol auf den Verkauf von alkoholischen Getränken) verkauft und nur an Personen ab 20
Jahren. Die über 400 Verkaufsstellen im ganzen Land haben ein großes und gut sortiertes
Angebot. Der Preis für eine Flasche Bier (4,5%) liegt bei rund 10 SEK, eine Flasche Wein
kostet ab 45 SEK. Öffnungszeiten: wochentags von 9.30 oder 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis
19 Uhr. In manchen Städten auch samstags geöffnet. Freitags und vor Feiertagen muss man
mit langen Warteschlangen rechnen!
Trinkgeld
Trinkgeld ist im Preis grundsätzlich enthalten, aber bei Taxifahrten,
Restaurantbesuchen u. ä. rundet man üblicherweise den Betrag nach oben ab. Natürlich
kann man sich auch mit extra Trinkgeld bedanken, wenn man mit dem Service besonders
zufrieden war. Im Hotel entscheidet der Gast selbst, ob der dem Hotelpersonal Trinkgeld
geben möchte. Die Preise in Restaurants sind normalerweise einschließlich Bedienung, das
Personal freut sich jedoch, wenn es für guten Service 10-15% Trinkgeld bekommt. Taxi:
empfohlenes Trinkgeld: 10 %.
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